Impfungen für Hunde: Welche werden empfohlen?
Um Hunde vor Infektionskrankheiten zu schützen, sind Impfungen der beste Weg, einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Jede Impfung muss zu dem mit dem Tierarzt vereinbarten Zeitpunkt erfolgen, unabhängig davon, ob es sich um Pflichtimpfungen oder um freiwillige Impfungen handelt.
Denn denk daran: Einen Hund zu adoptieren bedeutet, sich rundum um sein Wohlergehen zu kümmern.
In diesem Artikel sehen wir uns an, welche Impfungen für Hunde empfohlen werden, welche optional sind und warum sie für den Schutz seiner Gesundheit wichtig sind.
Impfungen für Hunde: Warum sind sie so wichtig?
Bei der Pflege und dem Wohlbefinden unserer Tiere spielen Impfungen eine entscheidende Rolle. Sie schützen Hunde vor potenziell schweren oder tödlichen Infektionskrankheiten wie Staupe, Parvovirose und Tollwut, die ihre Gesundheit ernsthaft gefährden können. Darüber hinaus tragen Impfungen dazu bei, die Ausbreitung von Krankheitserregern innerhalb der Tiergemeinschaft einzudämmen, und bilden so eine Art Schutzbarriere für alle.
Die Einhaltung eines gemeinsam mit dem Tierarzt festgelegten Impfplans ist entscheidend, um einen wirksamen Impfschutz zu gewährleisten, auch bei Welpen, die in den ersten Lebensmonaten besonders anfällig für Infektionen sind.
Welche Impfungen werden für Hunde empfohlen?
Das italienische Recht sieht keine obligatorischen Impfungen für Hunde vor. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes wurden jedoch bestimmte Richtlinien festgelegt.
Gemäß internationalen Richtlinien lassen sich Impfstoffe in zwei Kategorien einteilen:
- Kern;
- nicht zum Kern gehörend.
Grundimpfungen (empfohlen): Welche gibt es?
Es handelt sich um Impfungen, die für alle Hunde als unverzichtbar gelten, unabhängig von ihrem Lebensstil, davon, ob es sich um einen erwachsenen Hund oder einen Welpen handelt, und unabhängig von der geografischen Region. Diese Impfungen schützen vor schweren und potenziell tödlichen Krankheiten, die oft hochansteckend sind. Im Wesentlichen sind es drei:
- Staupe (Canine Distemper Virus, CDV);
- Canines Adenovirus (CAV);
- Canines Parvovirus Typ 2 und seine Varianten ( Canine Parvovirus 2, CPV-2).
Nicht-Kernimpfstoffe: Welche gibt es?
Nicht-Kernimpfstoffe werden unter Berücksichtigung spezifischer Faktoren wie Umwelt, Lebensstil und Expositionsrisiko empfohlen.
- Leptospirose: schützt vor einer bakteriellen Infektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist und häufig mit dem Kontakt mit verunreinigtem Wasser in Verbindung gebracht wird;
- Bordetella bronchiseptica: beugt dem „Zwingerhusten“ vor, einer Atemwegserkrankung, die in Umgebungen mit vielen Hunden häufig auftritt;
- Parainfluenza-Virus: schützt vor einem weiteren Erreger, der für den Zwingerhusten verantwortlich ist;
- Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi): Empfohlen für Hunde, die in Gebieten mit hohem Zeckenvorkommen leben.
Wann sollten nicht zum Kernimpfprogramm gehörende Impfstoffe gewählt werden:
- ob der Hund in Hundepensionen, auf Trainingsplätzen oder in Tierheimen untergebracht ist;
- in Gebieten mit hohem Risiko für bestimmte Infektionen (z. B. Leptospirose in ländlichen Gebieten);
- für Hunde, die häufig Zecken oder Gewässern ausgesetzt sind.

Impfungen für erwachsene Hunde: Welche jährlichen Impfungen sind für Hunde erforderlich?
Einige Impfungen für Hunde (z. B. gegen Leptospirose oder Zwingerhusten) erfordern jährliche Auffrischungsimpfungen. Bei erwachsenen Hunden kann die Impfung gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose nach den neuesten Empfehlungen alle drei Jahre verabreicht werden.
Bei der Impfuntersuchung beurteilt der Tierarzt den allgemeinen Gesundheitszustand und empfiehlt, wann die erforderlichen Impfungen durchgeführt werden sollten, wobei er die Lebensgewohnheiten und die Umgebung des Hundes berücksichtigt.
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Impfungen bei Welpen
Generell empfehlen wir, mit der Impfung Ihres Welpen zu beginnen, wenn er 6 bis 8 Wochen alt ist. Denn mit dem Ende der Stillzeit endet auch der Schutz durch die mütterlichen Antikörper, die in den ersten Wochen über die Milch weitergegeben werden.
Der Impfstoff führt dem Hund abgeschwächte oder inaktivierte lebende Bakterien oder Viren zu und regt so das Immunsystem dazu an, die Antikörper zu bilden, die zur Bekämpfung der für mögliche Infektionen verantwortlichen Krankheitserreger erforderlich sind .
Eine vollständige Immunität wird in der Regel nach der 2. oder 3. Auffrischungsimpfung erreicht, da die erste Impfung, die im Alter von 6 bis 8 Wochen verabreicht wird, in erster Linie dazu dient, das Immunsystem zu aktivieren. Das Auslassen der nachfolgenden Auffrischungsimpfungen würde die Wirksamkeit des Impfschutzes beeinträchtigen und das Tier anfällig für Krankheiten machen.
Impfung nach der 3. bzw. 4. Auffrischungsimpfung
Die Grundimmunisierung ist nach der dritten Auffrischungsimpfung abgeschlossen ( in der Regel nach 16 Wochen, je nach Impfstofftyp). Mit der Zeit lässt die Stärke der Immunantwort des Körpers jedoch tendenziell nach. Um einen dauerhaften Schutz vor Infektionskrankheiten zu gewährleisten, müssen die Auffrischungsimpfungen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Früher wurden für alle Impfstoffe jährliche Auffrischungsimpfungen durchgeführt, doch heute weichen viele Tierärzte von dieser Praxis ab. Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) empfiehlt für die meisten Impfstoffe, wie beispielsweise die Tollwutimpfung, Auffrischungsimpfungen alle drei Jahre. Bei bestimmten Krankheiten wie Zwingerhusten und Leptospirose ist es hingegen unerlässlich, die jährliche Auffrischungsimpfung beizubehalten, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.
Darf der Welpe nach draußen, wenn er den Impfplan noch nicht abgeschlossen hat?
Einen Welpen nach draußen zu lassen, bevor er den Impfplan abgeschlossen hat, ist eine heikle Angelegenheit, da er dadurch schweren Krankheiten wie Parvovirose, Staupe und Leptospirose ausgesetzt sein kann; gleichzeitig ist dies jedoch auch wichtig für seine Sozialisierung.
Hier sind 3 Tipps, wie du die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Welpen bis zum Abschluss der Impfserie gewährleisten kannst:
- Begegnungen mit geimpften und gesunden Hunden: Es ist wichtig, den Welpen an andere Hunde zu gewöhnen, aber tu dies nur mit Hunden, die du gut kennst und die vollständig geimpft sind;
- Spaziergänge in sicheren Gegenden: Gehe mit dem Welpen an saubere und kontrollierte Orte, wie zum Beispiel in deinen eigenen Garten oder in wenig frequentierte Gegenden;
- Kontrollierter Kontakt mit der Außenwelt: Auch ohne auf den Boden zu gehen, kann man den Welpen auf den Arm nehmen, damit er sich an Geräusche, Menschen und Umweltreize gewöhnt.
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