Wie liest man die Etiketten von Hundefutter? Ein umfassender Leitfaden
von Diusa SA am 07. Februar 2025
Wetten wir, dass du in diesem Artikel etwas Neues darüber lernst, wie man die Etiketten von Hunde- und Katzenfutter liest?
Vielleicht standest du schon einmal vor einem Regal voller Hunde- oder Katzenfutter und wusstest nicht, welches du wählen solltest. Keine Sorge, das ist jedem schon mal passiert!
Um eine fundierte Entscheidung zu treffen und deinem vierbeinigen Freund das Beste zu bieten, helfen uns die Etiketten auf den Produktverpackungen. Diese verschaffen uns einen umfassenden Überblick über das Futter, sodass wir erkennen können, welche Wahl den Bedürfnissen unserer Hunde und Katzen am besten entspricht.
Warum es wichtig ist, zu wissen, wie man die Etiketten von Hunde- und Katzenfutter liest
Bevor wir ins Detail gehen, sollte man unbedingt bedenken, dass die Wahl des richtigen Trockenfutters für Hunde oder Katzen niemals dem Zufall überlassen werden sollte. Jede Entscheidung sollte sich an bestimmten Faktoren orientieren, wie zum Beispiel:
- Größe
- Alter
- körperliche Fitness
- rassenspezifische Bedürfnisse
- etwaige Erkrankungen (oder eine Neigung zu Erkrankungen)
Denk daran:Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für die Gesundheit unserer vierbeinigen Freunde!
Wie können wir also feststellen, ob wir unseren Hund oder unsere Katze richtig ernähren?
Lernen, Etiketten zu lesen!
Schauen wir uns gemeinsam an, wie das geht.
Etiketten auf Hundefutter: Beginnen wir mit den Begriffen
Bei der Auswahl von Hunde- und Katzenfutter ist die Fachsprache die erste Hürde. Deshalb befasst sich dieser umfassende Leitfaden gleich zu Beginn mit diesem Thema.
Schauen wir uns einige Begriffe an, die auf den Etiketten von Tierfutter zu finden sind:
- Zusammensetzung: gibt die im Lebensmittel verwendeten Zutaten an;
- Futter: bezieht sich auf alle Futtermittel für Hunde und Katzen;
- Asche: Bezeichnet den Anteil an anorganischen Stoffen, d. h. Mineralien
Ein weiterer Punkt, den du beachten solltest, ist, dass die Zutaten immer in absteigender Reihenfolge aufgeführt sind (das Gewicht bezieht sich auf den Zeitpunkt VOR der Verarbeitung). Das bedeutet, dass die erste Zutat, die du auf dem Etikett findest, auch diejenige ist, die in der größten Menge im Lebensmittel enthalten ist.
Informationen zum Wassergehalt des Futters finden Sie schließlich unter dem Punkt „Feuchtigkeit“. Der Vollständigkeit halber sei jedoch angemerkt, dass die Angabe des Feuchtigkeitsgehalts nicht verpflichtend ist, wenn dieser 14 % nicht übersteigt. Aus diesem Grund ist er in den Nährwertangaben von Hunde- oder Katzenfutter manchmal nicht aufgeführt.

Die Einträge, die du auf allen Etiketten findest
Unabhängig davon, um welche Marke von Hunde- oder Katzenfutter es sich handelt, findest du immer diese 6 Angaben. Wenn du sie kennst, kannst du die Produkte besser miteinander vergleichen und so eine bewusstere (und gesündere) Wahl für unsere vierbeinigen Freunde treffen:
- Zusammensetzung des Produkts: alle Inhaltsstoffe, aus denen das Trockenfutter oder das Futter im Allgemeinen besteht;
- Produktbeschreibung: Hier wird angegeben, für welches Tier das Futter bestimmt ist und um welche Art von Futter es sich handelt (z. B. ob es sich um Diätfutter, Ergänzungsfutter, Alleinfutter oder einfaches Futter handelt);
- Verwertbare Energie (VE): Die Energiemenge, die Hunden und Katzen zur Verfügung steht. Ist dieser Wert nicht angegeben, lässt er sich jederzeit aus den analytischen Bestandteilen berechnen;
- Zusatzstoffe: Dabei handelt es sich um zusätzliche Stoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Diese Stoffe dienen in erster Linie der Ernährung oder der Konservierung des Trockenfutters;
- Analytische Bestandteile: Aschegehalt, Ballaststoffgehalt, Fettgehalt, Proteingehalt und Feuchtigkeitsgehalt (sofern dieser über 14 % liegt);
- Fütterungsempfehlung: Tabelle, aus der die Futtermenge hervorgeht, die dem Hund oder der Katze je nach Gewicht verabreicht werden sollte.
Wie liest man Nährwertangaben? Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Angaben
Zur Angabe der Inhaltsstoffe auf dem Etikett stehen den Herstellern von Hunde- und Katzenfutter zwei Möglichkeiten zur Verfügung: die offene oder die geschlossene Auflistung.
Schauen wir uns einmal an, worin die Unterschiede bestehen.
- Etikett geschlossen: Die einzelnen Zutaten sind in absteigender Reihenfolge aufgeführt;
- Offene Kennzeichnung: Die Zutaten sind nach Kategorien aufgeführt, wie sie in der europäischen Gesetzgebung definiert sind (z. B. pflanzliche Nebenprodukte, Mineralstoffe, Fleisch und Fleischnebenprodukte).
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Proteine in Hundefutter: Wie liest man die Nährwertangaben?
Bis hierher haben wir versucht, einen umfassenden Überblick über alles zu geben, was auf den Etiketten von Hunde- und Katzenfutter zu finden ist.
Nun wollen wir etwas genauer darauf eingehen.
Beginnen wir dazu mit den Proteinquellen, die bei jeder Mahlzeit an erster Stelle stehen sollten.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, den Unterschied zwischen frischem Fleisch und Trockenfleisch zu kennen.
- Frisches Fleisch: eine Mischung aus frischem Fleisch, die den Kroketten beigemischt wird;
- Getrocknetes Fleisch: Durch Hitze und mechanische Verfahren werden Fett und Wasser aus dem frischen Fleisch entfernt, bis eine trockene, proteinreiche Masse entsteht.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass frisches Fleisch weniger stark verarbeitet wurde, wodurch es ein besonders frisches, bekömmliches und schmackhaftes Produkt für unsere vierbeinigen Freunde ist. Wenn es jedoch nicht optimal behandelt wird, kann frisches Fleisch zu unerwünschten Reaktionen führen.
Andererseits ist getrocknetes Fleisch wesentlich haltbarer und lässt sich leichter über einen längeren Zeitraum aufbewahren.
Kurz gesagt: Auf die ursprüngliche Qualität des Produkts kommt es an!
Rohasche: Was ist das?
Die Rohasche entsteht, wenn das Produkt verkohlt wird. Dabei werden die organischen Stoffe verbrannt, und zurück bleiben die Mineralsalze, die in den analytischen Bestandteilen als prozentualer Anteil an der Gesamtmenge angegeben werden.
Im Allgemeinen liegt der Rohaschegehalt bei Trockenfutter zwischen 5 % und 9 %, während er bei Nassfutter bei 2% liegt .
Achtung!
Das bedeutet nicht, dass darin Stoffe enthalten sind, die dem Hund oder der Katze schaden könnten. Es gibt keinen optimalen Aschegehalt. Es ist zudem falsch, die Qualität eines Produkts allein anhand seines Aschegehalts zu beurteilen; man sollte stets das Etikett als Ganzes betrachten.

Hundefutter: Nahrungsergänzungsmittel
Zusatzstoffe könnten als echte Nahrungsergänzungsmittel betrachtet werden.
Nehmen wir ein Beispiel.
Wenn Ihr Hund täglich 1000 Einheiten Vitamin A benötigt, die in den Zutaten des Trockenfutters enthaltenen Mengen jedoch nur 300 Einheiten abdecken, müssen 700 Einheiten zusätzlich zugeführt werden.
Im Wesentlichen umfassen Nahrungsergänzungsmittel alle Stoffe, die dem Futter zugesetzt werden, um einen Nährstoffbedarf zu decken. Dieser Zusatz gewährleistet, dass das Futter vollständig ist und somit den gesamten Nährstoffbedarf von Hunden und Katzen decken kann.
Anmerkung:
Die Verwendung von Zusatzstoffen in Futtermitteln ist innerhalb der EU streng geregelt. Es dürfen nur Zusatzstoffe verwendet werden, die im Verzeichnis der Futtermittelzusatzstoffe aufgeführt sind.
Getreide: Ist es schädlich für Hunde oder Katzen?
Die Antwort ist ganz einfach: Es kommt darauf an.
Natürlich sind Menge und Art stets entscheidende Faktoren: Die Inhaltsstoffe eines Futtermittels müssen auf den jeweiligen Nährstoffbedarf abgestimmt sein. Es liegt auf der Hand, dass ein älterer Hund, ein übergewichtiger Hund und ein Welpe unterschiedliche Bedürfnisse haben, weshalb auch die Ernährung individuell angepasst werden sollte.
Reis, Vollkornreis und Mais sind zweifellos eine Energiequelle. Sie müssen jedoch von guter Qualität sein und in den richtigen Mengen vorhanden sein.
In diesem Zusammenhang ist es auch hilfreich zu wissen, was die Bezeichnungen „Grain Free“ und „Low Grain“ bedeuten, die man häufig auf den Verpackungen von Hunde- oder Katzenfutter findet.
In den getreidefreien Hundefutterprodukten ist keinerlei Getreide enthalten. In diesem Fall stammt der Stärkeanteil aus alternativen pflanzlichen Quellen.
Andererseits enthalten die Alleva Low Grain -Trockenfutterkroketten moderate Mengen an Getreide mit niedrigem glykämischen Index (wie beispielsweise Vollkornreis), das neben seinem hohen Energiegehalt auch hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Verdaulichkeit und Verträglichkeit aufweist.
Abschließend
Ziel dieses Artikels ist es, Klarheit über die Etiketten von Tierfutter zu schaffen. Wir wissen, dass manche Begriffe schwer zu verstehen sein können.
Wenn du jedoch einige Details kennst, kannst du eine fundiertere Entscheidung zum Wohle der Gesundheit deiner vierbeinigen Freunde treffen.
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