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Rohasche in Hunde- und Katzenfutter: Was ist das und wie ist es zu interpretieren?
Rohasche in Hunde- und Katzenfutter: Was ist das und wie ist sie zu interpretieren?
von Studio WebAlive am 13. Mai 2026
Wer zum ersten Mal ein Futtermitteletikett liest, stößt oft auf den Begriff „Rohasche“ und ist zunächst etwas verwirrt. Das Wort „Asche“ könnte den Eindruck erwecken, es handele sich um etwas Nutzloses oder, schlimmer noch, um etwas Schädliches. In Wirklichkeit ist Rohasche ein sehr wichtiger technischer Parameter, der zudem gesetzlich vorgeschrieben ist, und zu verstehen, was er aussagt, hilft dabei, ein Futtermittel genauer zu bewerten.
In diesem Artikel sehen wir , was dieser Wert misst, was er über die Qualität eines Futtermittels aussagt und wie man ihn richtig.
Rohasche: Was ist das?
Der Begriff „Rohasche“ stammt aus einer chemischen Standardanalyse: Die Lebensmittelprobe wird bei hoher Temperatur (ca. 550 °C) verbrannt, und was übrig bleibt (der unverbrennbare Rückstand), ist der sogenannte Aschegehalt.
Dieser Rückstand entspricht dem mineralischen Anteil des Futters: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium und andere Spurenelemente. In dem Trockenfutter, das Ihr Hund oder Ihre Katze frisst, ist keine eigentliche Asche enthalten: der Begriff bezeichnet lediglich die Messmethode, mit der die insgesamt enthaltenen Mineralstoffe quantifiziert werden.
Die europäischen Rechtsvorschriften (Verordnung (EG) Nr. 767/2009) verpflichtet die Hersteller, diesen Wert auf dem Etikett anzugeben. Ziel ist es, Transparenz hinsichtlich der analytischen Zusammensetzung von Futtermitteln zu gewährleisten.
Wozu dient Rohasche in Trockenfutter?
Mineralien spielen eine wichtige im Organismus von Hunden und Katzen:
- Kalzium und Phosphor: Sie bauen die Knochen- und Zahnstruktur auf und erhalten sie;
- Magnesium: unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion;
- Kalium: reguliert den Wasserhaushalt.
Diese Elemente, die als „Asche im Futter“ gemessen werden, sind essentielle Nährstoffe: Ihr Vorhandensein in ausreichender Menge ist eine grundlegende Voraussetzung für jedes Alleinfuttermittel.
Der auf dem Etikett angegebene Rohaschegehalt liefert zudem einen indirekten Hinweis auf die Zusammensetzung. Ein sehr hoher Aschegehalt, insbesondere in Verbindung mit einem niedrigen Proteingehalt, kann auf eine übermäßige Verwendung mineralstoffreicher Rohstoffe wie Knochenmehl oder Nebenprodukte hindeuten. Umgekehrt ist ein geringerer Aschegehalt, insbesondere in Verbindung mit einem hohen Proteingehalt, oft ein Hinweis auf einen höheren Anteil an frischem Fleisch und Fisch – Zutaten mit besserer biologischer Verwertbarkeit, die den Gesamtmineralrückstand weniger beeinflussen.
ACHTUNG: Der Wert allein reicht jedoch nicht aus, um die Qualität eines Lebensmittels zu beurteilen. Man muss immer den Kontext der Zutatenliste (die „Zusammensetzung“, die wir immer auf dem Etikett finden) berücksichtigen.
Wie viel Rohasche muss in den Kroketten enthalten sein?
Der Anteil Aschegehalt in Trockenfutter hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- die Art des Futters (Trocken- oder Nassfutter)
- die verwendeten Zutaten;
- die Tierart (Katze oder Hund);
- die Lebensphase des Tieres.
In den Trockenfutter Trockenfutter für erwachsene Hundeliegt der Gehalt an Rohprotein bei den meisten Alleinfuttermitteln Bereich zwischen etwa 5 % und 9 %. Werte um die 6–8 % sind häufig bei Rezepturen mit einem hohen Anteil an Frischfleisch und einer ausgewogenen Mineralstoffzusatz. Bei Nassfutter ist der Wert aufgrund des hohen Wassergehalts in der Regel niedriger.
Für die Katzenunterscheidet sich der Mineralstoffbedarf von dem des Hundes, und auch die typischen Angaben auf dem Etikett spiegeln diesen Unterschied wider.
Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um Richtwerte handelt. Ein Wert, der leicht außerhalb dieser Bereiche liegt, bedeutet nicht automatisch, dass das Futter ungeeignet ist. Dies hängt von der Gesamtzusammensetzung, den Inhaltsstoffen und den spezifischen Bedürfnissen des Tieres ab.

Hohe oder niedrige Rohasche: Was bedeutet das?
Einer der häufigsten Fehler ist es, ein Lebensmittel allein anhand seines Rohaschegehalts zu beurteilen, so oder so.
Ein hoher Rohaschegehalt in Trockenfutter kann auf hochwertige Zutaten wie mineralstoffreiches Fischmehl oder eine gezielte Zugabe von Kalzium und Phosphor zur Unterstützung der Knochengesundheit zurückzuführen sein. Der gleiche hohe Wert kann jedoch auch auf einen hohen Anteil an minderwertigen mineralischen Nebenprodukten hindeuten. Die Zahl ist identisch, aber der ernährungsphysiologische Kontext ist völlig unterschiedlich.
Ein niedriger niedrigerkann ebenfalls auf eine Rezeptur mit hohem Anteil an Frischfleisch hinweisen (oft ein positives Zeichen) oder einfach auf ein Produkt mit geringer Mineralstoffzufuhr, was ein echtes Ernährungsproblem darstellt.
Die richtige Interpretation beginnt immer mit der Zutatenliste, die nach wie vor das nützlichste Hilfsmittel ist, um zu verstehen, woher die angegebenen Mineralstoffe stammen.
Wie man die Angaben zur Rohasche auf dem Etikett liest
Die Rohasche ist im Abschnitt „Analytische Bestandteile“ des Etiketts, zusammen mit Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Feuchtigkeit. Diese Angaben werden in Prozent bezogen auf das Produkt im Rohzustand angegeben.
Einige praktische Hinweise zu ihrer Interpretation:
- Vergleichen Sie immer Produkte derselben Art: Der prozentuale Aschegehalt in einem Nassfutter (mit 70–80 % Wasser) unterscheidet sich strukturell von dem eines Trockenfutters. Ein direkter Vergleich führt oft zu irreführenden Schlussfolgerungen;
- Lies dir parallel dazu die Zutatenliste durch: Wenn der Aschegehalt hoch ist und unter den ersten Zutaten allgemeine „Derivate tierischen Ursprungs“ aufgeführt sind, lohnt es sich, genauer hinzuschauen;
- Achten Sie auf die Bezeichnung „Alleinfuttermittel“: Ein Alleinfuttermittel muss laut Gesetz alle essenziellen Nährstoffe in den richtigen Anteilen enthalten, einschließlich Mineralstoffe. Der Aschegehalt ist eine Folge davon, kein Problem;
- Vorsicht vor Vergleichen außerhalb des Kontextes: Der Aschegehalt eines Welpenfutter mit dem eines Futters für ausgewachsene Tiere oder eines Katzenfutters mit einem Hundefutter liefert keine nützlichen Informationen.
Wie ist der Rohaschegehalt in Trockenfutter zu interpretieren?*
|
Rohaschegehalt |
Dolmetschen |
Was ist zu beachten? |
|
< 5% |
Niedriger Wert, häufig bei Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Frischfleisch |
Stellen Sie sicher, dass die essentiellen Mineralstoffe in der Rezeptur ausgewogen sind |
|
5–8 % |
Typischer Bereich für viele hochwertige Alleinfuttermittel |
Berücksichtigen Sie die Inhaltsstoffe und die Herkunft der angegebenen Mineralien |
|
> 9% |
Hoher Wert, muss genauer untersucht werden |
Die Zutatenliste genauer prüfen; dies kann auf einen hohen Anteil an Knochen oder mineralischen Nebenprodukten hindeuten |
* Die Tabelle bezieht sich auf Trockenfutter für ausgewachsene Hunde. Für Katzen, Welpen oder Nassfutter gelten andere Richtwerte.
Häufige Fehler bei der Rohasche
Es gibt einige Missverständnisse, die besonders häufig auftreten, vor allem bei Personen, die sich zum ersten Mal mit dem Lesen von Futtermitteletiketten befassen. Sehen wir uns die häufigsten Fehler an:
- Rohasche mit Abfällen oder Verunreinigungen zu verwechseln: Das ist das häufigste Missverständnis. Das Wort „Asche“ kann negative Assoziationen wecken, doch der Wert auf dem Etikett beschreibt den Mineralstoffanteil des Lebensmittels, einen notwendigen Nährstoff, und keinen unerwünschten Verarbeitungsrückstand;
- Die Qualität allein anhand der Zahl beurteilen: Ein Aschegehalt von 7 % in einem Futtermittel, dessen Hauptzutat frisches Fleisch ist, sagt etwas ganz anderes aus als ein Aschegehalt von 7 % in einem Produkt mit Mehlen aus allgemeinen Nebenprodukten. Die Zahl ist dieselbe, doch die ernährungsphysiologische Qualität kann sich erheblich unterscheiden;
- Nach dem niedrigstmöglichen Wert streben: Die Rohasche auf ein Minimum zu reduzieren, ist kein sinnvolles Ernährungsziel. Mineralstoffe sind unverzichtbar. Ein Futtermittel mit einem sehr niedrigen Anteil könnte einen Mangel an Kalzium, Phosphor oder anderen Spurenelementen aufweisen, was langfristig reale Auswirkungen auf die Gesundheit des Tieres haben kann;
- Die Anwendung derselben Kriterien auf verschiedene Tierarten: Der Mineralstoffbedarf der Katze unterscheidet sich in mehreren Punkten von dem des Hundes. Die Verwendung derselben Referenzwerte für beide Tierarten führt unweigerlich zu falschen Einschätzungen.
Mehr Achtsamkeit für das Wohlbefinden deiner vierbeinigen Freunde
Der Rohaschegehalt ist einer der obligatorischen analytischen Werte auf dem Etikett und verdient es, mit derselben Aufmerksamkeit gelesen zu werden wie Proteine, Fette und Zutaten. Für sich genommen sagt er jedoch wenig aus.
Die Kernaussage lautet: Die Zahl muss immer im Zusammenhang mit der vollständigen Zusammensetzung des Futters betrachtet werden. Die Zutatenliste, die Herkunft der Rohstoffe, der Verwendungszweck des Futters: Das sind die Faktoren, die bestimmen, ob ein Aschegehalt für Ihr Tier angemessen ist oder nicht.
Wer Etiketten mit dieser Herangehensweise liest, hat bereits einen echten Vorteil bei der Auswahl eines hochwertigen Lebensmittels.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Rohasche in Futtermitteln?
Der Rohaschegehalt gibt den Mineralstoffanteil eines Tierfutters an, gemessen als Rückstand nach der Verbrennung bei hoher Temperatur. In Trockenfutter ist keine Asche enthalten: Der Begriff beschreibt ausschließlich die Analysemethode, mit der der Gesamtgehalt an Mineralstoffen (Kalzium, Phosphor, Magnesium usw.) bestimmt wird.
Wie viel Rohasche muss in den Kroketten enthalten sein?
Bei Alleinfuttermitteln für ausgewachsene Hunde liegt der Gehalt bei den meisten Produkten zwischen 5 % und 9 %. Bei Katzen und in bestimmten Lebensphasen (Welpen, Senioren) können die durchschnittlichen Richtwerte variieren. Der Wert ist stets im Zusammenhang mit den Inhaltsstoffen und dem Verwendungszweck des Futters zu betrachten.
Wie viel Rohasche für einen Hund?
Bei einem erwachsenen Hund, der mit Alleinfuttermitteln gefüttert wird, liegt der Wert üblicherweise zwischen 6 % und 8 % und ist im Allgemeinen angemessen. Der Prozentsatz variiert je nach Größe, Aktivitätsgrad und eventuellen gesundheitlichen Problemen. Bei Nieren- oder Harnwegserkrankungen gewinnt die Kontrolle bestimmter Mineralstoffe (vor allem Phosphor) an Bedeutung: In diesen Fällen sollte man sich an einen Tierarzt wenden.

